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Sebastião Salgado mit Friedenspreis ausgezeichnet

Der Börsenverein hat seinen jährliche Friedenspreis an den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado vergeben. Das gab Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins, bei der Eröffnung der Buchtage in Berlin am 18. Juni bekannt. Die Ehrung des Deutschen Buchhandels erhält er als ein Künstler, "der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht", wie es zur Begründung hieß.

Der Stiftungsrat zeichne „einen Bildkünstler aus, der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht“, wird in der Begründung betont. Und weiter: „Mit seinem fotografischen Werk, das in zahlreichen Ausstellungen und Büchern veröffentlicht ist, nimmt er die durch Kriege oder Klimakatastrophen entwurzelten Menschen genauso in den Fokus wie jene, die traditionell in ihrer natürlichen Umwelt verwurzelt sind. Dadurch gelingt es ihm, Menschen weltweit für das Schicksal von Arbeitern und Migranten und für die Lebensbedingungen indigener Völker zu sensibilisieren“.

Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Geehrt werden Persönlichkeiten, die in Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben. Der Börsenverein ehrte Sebastião Salgado als Streiter für Gerechtigkeit, Frieden und Umweltschutz.

Neben seiner künstlerischen Arbeit wird Salgado auch als Naturschützer geehrt. Mit seinem Instituto Terra in Brasilien leiste er einen Beitrag zur Wiederbelebung von Biodiversität, wie der Börsenverein mitteilte. Mit seiner Frau, die Architektin Lélia Warnick Salgado, hat her das Instituto Terra 1998 begründet und mehr als 2 millionen Bäume gepflanzt .

 

Der 75-Jährige wuchs auf einer Rinderfarm im Bundesstaat Minas Gerais auf, die er Ende der Neunzigerjahre aufforste te und in ein Naturschutzgebiet umwandelte. Er hatte ursprünglich Wirtschaftswissenschaften studiert. Wegen seines Engagements gegen die Militärdiktatur in Brasilien musste er 1969 nach Paris emigrieren. In den Siebzigerjahren betreute er als Ökonom Entwicklungshilfeprojekte in Afrika. 1973 gab er seinen Beruf auf, um ganz als Fotograf zu arbeiten. Nach einer gesundheitlichen Pause widmete er sich zuletzt verstärkt der Landschaftsfotografie.

Verliehen wird die Auszeichnung von den Friedenspreis  zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche am 20. Oktober.

 

 

Quelle: Die Zeit und Buchereport

22/06/2019

Foto:  © Fernando Frazão/Agência Brasil - Licença Creative Commons Atribuição 3.0 Brasil

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