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Portuguese Cinema Days in Berlin 2018

Der Verein 2314 - Portugiesischer Kulturverein in Berlin e.V. freut sich in Zusammenarbeit mit dem Hackeschen Höfe Kino, bekannt zu geben, dass zwischen 17. und 20. Oktober die Portuguese Cinema Days in Berlin 2018 stattfinden. 

Ziel des Festivals ist es, aktuelle und qualitativ hochwertige portugiesische Filme in Berlin zu zeigen. Es richtet sich an ein deutsches und internationales Berliner Publikum und insbesondere an die Portugiesen, die aufgrund ihres Wohnortes in Berlin Schwierigkeiten haben, mehr Kontakt zur Filmproduktion in Portugal zu haben.

Der Film Fátima (João Canijo) und der Dokumentar Film “Quem é Bárbara Vírginia?” (Luísa Sequeira und Eduardo Sama) werden von den eigenen Regisseuren präsentiert.

 

Und weil das hundertjährige Jubiläum der Erscheinungen von Fátima dieses Thema kürzlich ins Rampenlicht gerückt hat, wird es auch in Berlin anwesend sein: ein Gespräch mit dem Regisseur João Canijo und dem auf religiöse Themen spezialisierten Journalisten António Marujo, findet am Samstag, dem 20. Oktober, um elf Uhr morgens im Hackeschen Höfe Kino statt.


Programm:

17.10.2018, 18:00
- I don't belong here, von Paulo Abreu IMDB


Das US-amerikanische und kanadische Recht sieht vor, dass straffällige Ausländer, die zu einer Haftstrafe von mehr als einem Jahr Gefängnis verurteilt wurden, in ihr Ursprungsland abgeschoben werden können, unabgängig davon, in was für einer Beziehung sie zu diesem Land stehen. Der Dokumentarfilm begleitet den kreativen Prozess eines Theaterstücks, das aus den persönlichen Erlebnissen der Darsteller entstanden ist, die überraschend auf die Azoren abgeschoben wurden, wo sie sich nicht zuhause fühlen.

 

17.10.2018, 20:15
- São Jorge, von Marco Martins IMDB


Jorge ist ein arbeitsloser Boxer, der mit allen Mitteln versucht, für den Lebensunterhalt seiner Familie zu sorgen. Als letzten Ausweg nimmt er einen Job als Schuldeneintreiber an. Seinen für den Zweikampf trainierten Körper setzt er dabei ein, um Menschen einzuschüchtern, die sich wie er in einer ausweglosen Lage befinden. Von einem Augenblick zum anderen überschreitet er so die Grenzen der Moral und betritt eine Welt der Kriminalität, die aus Armut und dem Mangel an Alternativen entstanden ist. Ein dramatischer Film über Portugal während der Euro-Krise, mit einer herausragenden Performance des Hauptdarstellers Nuno Lopes als Jorge. 

18.10.2018, 18:00
- A Fábrica de Nada / The Nothing Factory, von Pedro Pinho IMDB


Portugal während der Euro-Krise: Als sie feststellen, dass die Besitzer der Fabrik, in der sie arbeiten, Maschinen und Material abtransportieren, versucht eine Gruppe von Arbeitern durch kollektive Selbstverwaltung ihre Arbeitsplätze zu erhalten. Der Film ist zwischen Spielfilm, Musical und Dokumentarfilm angesiedelt, und wurde mit professionellen und Laiendarstellern in einer Fabrik gedreht, der aufgrund der Krise tatsächlich die Schließung droht. In Cannes gewann er den FIPRESCI-Preis, beim Filmfest München den CineVision Award für den besten neuen Film.  

19.10.2018, 18:00
- Fátima, von João Canijo IMDB


Die Kleinstadt Fátima in Mittelportugal ist seit 1917 ein bedeutender Wallfahrtsort, vor allem im Mai. Dieser Film zeigt den Weg von elf Frauen, die die 400 Kilometer von ihrem Dorf im Hinterland Nordportugals bis nach Fátima zu Fuß zurücklegen. Obwohl es ein Spielfilm mit richtigen Schauspielerinnern ist, fängt er auch Momentaufnahmen der Gruppendynamik, Spannungen zwischen den Wanderinnen und den besonderen Geist dieser portugiesischen Pilgerreise ein.  

20.10.2018, 11:00
Im Gespräch: Das Fátima Phänomen


Was geschah 1917 in Fátima? Wie hat das Salazar-Regime auf die volkstümliche Glaubensbewegung reagiert? Was bringt heutzutage Abertausende von Menschen dazu, nach Fátima zu pilgern?  Welche Unterschiede bestehen zu den Jakobswegen oder den Wallfahrten nach Lourdes? Dies sind einige der Fragen, die der Religionsjournalist António Marujo und João Canijo, der Regisseur des Films „Fátima“, anschneiden. Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.

20.10.2018, 18:00
- Quem é Bárbara Virgínia? / Who is Bárbara Vírginia?, von Luisa Sequeira und Eduardo Sama IMDB


Ein intimer und poetischer Dokumentarfilm auf den Spuren der in Vergessenheit geratenen Regisseurin Bárbara Virgínia. Sie war die erste portugiesische Filmemacherin, die in den 1940er Jahren einen Tonfilm drehte, die einzige Frau, die während der Diktaktur in Portugal einen Spielfilm produzierte und die erste, die einen portugiesischen Film im Wettbwerb des ersten Filmfestivals von Cannes 1946 präsentierte. 

Die Portuguese Cinema Days in Berlin 2018 werden vom „Ministério dos Negócios Estrangeiros (MNE)“ unterstützt und gesponsort von „Bekarei“ und „SuperIbérico“.Die Filme werden in der Originalversion mit englischen Untertiteln gezeigt.

Portuguese Cinema Days 2018

17.-20. de Oktober

Hackesche Höfe Kino - Rosenthaler Str. 40 -41, 10178 Berlin 

15/10/2018

Foto: ©Promo/2314

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