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Gewinner des Goldenen Bären des besten kurzen Diogo Costa Amarante, portugiesischer Stolz

Foto: Ali Ghandtschi © Berlinale 2017

In diesem Jahr gibt es auf der Berlinale zwei relevante Preise fürs portugiesische Kino.

Diogo Costa Amarante gewann mit "Cidade Pequena" den Goldenen Bär in der Berlinale Shorts und füllte Portugal mit Stolz. Der Gewinner der Berlinale Shorts wurde dieses Jahr aus insgesamt 23 Kurzfilmen ausgewählt, davon fünf Portugiesen (4 Portugiesen und 1 Brasilianer). Dieser Goldene Bär zeichnete zum zweiten Mal in Folge eine portugiesische Produktion aus - im vergangenen Jahr gewann Leonor Teles diesen Preis mit "Balada de um Batráquio".

Bereits Gabriel Abrantes wurde mit dem Kurzfilm "Humores Artificiais" beim Europäischen Filmpreis (EFA) für den besten Kurzfilmpreis 2017 nominiert. Die Preise werden später in diesem Jahr vergeben.

In einem Blitzinterview für Berlinda, bevor er zu einem neuen Festival fliegte, hatten wir einen netten und entspannten Diogo Costa Amarante, positiv in Bezug auf seine Zukunft als Regisseur und bereits auf neue Projekte vorbereitet.

 

Du warst bereits 2014 mit "Rosas Brancas" auf der Berlinale im Wettbewerb. Wie war es, mit "Cidade Pequena" einen Goldenen Bär zu gewinnen?

Es war so stark wie es schön war. Ein Moment, der niemals zurückgezogen werden kann.

 

Welche Erwartungen hast du an den Kurzfilm und an Ihre Zukunft als Regisseur, nachdem du diesen wichtigen Preis gewonnen hast?

Ich fühle mich wie immer in Bezug auf alle meine Filme: Ich möchte so viel wie möglich das sie zirkulieren können und so schnell wie möglich einen neuen Film starten.

 

Gibt es in diesjähriges Programm einen Film (Kurzfilm oder Spielfilm), den dir in besonderen gefallen hat?

Viele haben mir gefallen. Aber es gab drei Shorts, die mir auf besondere Art und Weise blieben. Gabriel Abrantes "Humores Artificiais", David O'Reillys "Everything" und Rainer Kohlbergers "Keep That Dream Burning".

 

Hast du während des Festivals mehr über die Stadt erfahren? Was denkst du über Berlin?

Ich kannte Berlin bereits und ich wiederhole, dass es eine der Städte ist, die mir am meisten gefällt. Ich liebe das Gefühl, dass wo immer du hinschaust, es immer Tiefe und Fluchtpunkt gibt. Raum. Es Beruhige mich.

 

Kannst du ein bisschen über dein zukünftiges Projekt "Migrar pelas sombras " sprechen? Würdest du wieder in Portugal filmen?

Es ist jetzt im Prozess des Schreibens und der Entwicklung. Wenn alles gut geht, wird es in Portugal gedreht.

 

"Cidade Pequena"/ Kleinstadt, Diogo Costa Amarante

Inhalt: Eines Tages lernt Frederico in der Schule, dass Menschen Kopf, Rumpf und Gliedmaßen haben und dass, wenn das Herz aufhört, Menschen sterben. In dieser Nacht hat er nicht geschlafen. Er weckte seine Mutter mehrere Male mitten in der Nacht und sagte ihr, dass seine Brust schmerzte.

 

 

"Humores Artificiais“/Künstliche Stimmungen", Gabriel Abrantes

Synopsis: Durch die Kreuzung zwischen der Ästhetik von Hollywood und dokumentarischen Strategien, folgt der Film ein jungen Inder aus dem Xingu-Nationalpark nach Sao Paulo, wo er mit einem Roboter verliebt in dem Prozess des Werdens ein Stand-up-Comedian. Dies ist eine einzigartige Geschichte, die die Anthropologie des Humors, indigene Gemeinschaften und künstliche Intelligenz mischt.

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