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Bau & Kapa - Musik aus Kap Verde in Berlin

Foto © Copyright Helder Dias

Der Abend ist angenehm und fordert einen Tanz. Doch statt eines kapverdischen Balles, begleitet von dem salzigen Geruch des Meeres, gibt es das Konzert von Bau & Kapa in der Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg, vor dem gleichmütigen Blick eines ikonesierten Christus.

Das Konzert beginnt mit einem instrumentalen Lied. Auf der Bühne wärmen die ehemaligen Musiker von Cesaria Évora Rufino Almeida (Bau) auf Gitarre und Cavaquinho und Zé Paris am Bass, und der deutsche Schlagzeuger Markus Leukel das Blut der Zuschauer. Eine beeindruckende Akustik, bringt sofort die extrovertierten Schultern und Köpfe in Bewegung in den Rhythmus der Atlantischen Inseln.

Kapa, Stimme, tritt auf die Bühne. Sanft, mit einer Mütze, die den Nacken bedeckt, sitzt sich auf einer hohen Bank vor dem Mikrofon. Ohne zu zittern, begrüßt das Publikum auf Deutsch mit einem freundlichen „guten Abend“. Er kündigt den Namen des ersten Liedes an: „Remembering Cabo Verde“, eine Freundlichkeit, die er das ganze Konzert durchführt.

Abwechselnd, zwischen fröhlichen Liedern und melancholischen Melodien erobern Bau & Kapa die Zuhörer. Die kirchliche Strenge wird beseitigt. Zwischen Liedern oder sogar inmitten, wenn es nicht mehr möglich ist, die Aufregung zu enthalten, applaudiert, schreit und pfifft das Publikum aus voller Begeisterung. Eine Begeisterung, die sich am Ende in voller Kraft verkörpert, wenn die Zuschauer „Zugabe!“ erfordern.

 

  

 
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